Apfelbaumkommunikation: Erfolgreiche Gegenwehr gegen Angriffe

Aus dem NABU-Streuobst-Rundbrief 3/2017, Herausgeber NABU, www.nabu.de

Werden Apfelbäume von Raupen des Kleinen Frostspanners heimgesucht, produziert dieser einen Duftstoffcocktail, den Kohlmeisen riechen können und so gezielt zu einer reichhaltigen Raupenbeute finden - während sie auf den Anblick von angefressenen Blättern nicht reagieren.



"Der wahre Preis für den perfekten Apfel" - eine ZDF Dokumentation

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Auszug:

"Das Konzept der sogenannten Clubsorten: Ein Züchter bringt einen bestimmten Apfel auf den Markt, lässt Sorte und Markennamen schützen. Dieser wird dann mit millionenschweren Kampagnen beworben und teuer verkauft. ZDFzoom fragt: Was ist faul an unseren Äpfeln?

Wird ein Naturprodukt zur Designerware? Den Eindruck bekommt "ZDFzoom"-Reporter Norman Laryea auf der "Fruit Attraction", der Fachmesse für Obst und Gemüse, in Madrid.



Apfelblüten hat´s eiskalt erwischt

Der Spätfrost im April mit bis zu minus 5 Grad hat zu erheblichen Verlusten bei Obst- und Weinbauern geführt. Auch im Streuobstbau am Untermain wird es zu erheblichen Ernteeinbußen kommen. Eine genauere Aussage kann man erst nach dem Junifall machen. Sicher ist aber, dass dieses Jahr nur spätblühende Sorten nennenswerte Erträge liefern werden. Die sicherste Methode zur Verhinderung von Totalausfällen durch Frost ist daher eine möglichst hohe Diversität in der Streuobstwiese. Im Schlaraffenburger Projekt ist diese gegeben, da die Vertragsbäume auf über 600 verschiedenen Obstwiesen in verschiedenen Höhen und Klimalagen zwischen Wörth/Main und Alzenau stehen. Dennoch müssen wir dieses Jahr mit erheblichen Ernteausfällen rechnen. Zum Teil können diese noch durch eine Lagerhaltung aus dem Vorjahr aufgefangen werden.

erfrorene Apfelblüten in Sailauf



Schlaraffenburger Teilnehmer pflanzen 250 Obstbäume

Sabine Kauffmann von der Stiftung natur mensch kultur übergibt am 19.11.19 einen Scheck über 5.000 € an den Schlaraffenburger Projektleiter Alexander Vorbeck. Vorher hatten sie gemeinsam eine fränkische Hauszwetsche auf dem Grundstück des Bioverlages in Aschaffenburg Nilkheim gepflanzt.

Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung natur mensch kultur wurden Anfang November etwa 250 Obstbäume an die Schlaraffenburger Teilnehmer zur Pflanzung auf ihren Obstwiesen ausgegeben, um den langfristigen Erhalt der Bestände zu sichern.



Schlaraffenburger erwarten Ernteausfall