Wichtige Hinweise zum Sammeln von Wildkräutern

Beim Selbst-Sammeln sind grundsätzlich zwei Dinge zu beachten:

- Sammeln Sie nur, was Sie wirklich erkennen! Bei Unsicherheiten lassen Sie die Pflanze lieber stehen und informieren sich anderweitig noch einmal genauer

- Sammeln Sie nur geringe Mengen für den Eigenverbrauch und nur, wenn die Pflanze auch in ausreichender Menge vorkommt. Der nächste sollte nicht sehen, dass dort gesammelt wurde. Auch ist es wichtig, dass Sie die Pflanze nie ganz herausnehmen, sondern nur die Teile pflücken, die sich brauchen,  damit noch genug übrig bleibt und die Pflanze weiterleben kann



Kleiner Wiesenknopf / Pimpinelle

Klein, aber fein, so präsentiert sich der Wiesenknopf, der als "Pimpinelle" Einzug in den Kräutergarten gefunden hat und Bestandteil der "Grünen Soße" ist. Auf unseren Streuobstwiesen ist er relativ häufig zu finden und er verleiht unserem Wiesenkräuter-Essig einen leichten Geschmack nach Gurke.

Besonders hübsch sind die kleinen Blüten, die manchmal weiblich, manchmal männlich und häufig zwittrig sind. Die roten Büschelchen sind die weiblichen Blüten, die gelblichen Fäden die männlichen. Der Wiesenknopf bildet eine Ausnahme unter den Rosengewächsen, da er nicht auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen ist, sondern den Wind nutzt. Die hübschen Blüten an anderen Pflanzen, wie z.B. dem Wiesensalbei, dienen dem Anlocken von Insekten. Dennoch sammeln auch hier Insekten den Pollen.



Wiesensalbei

Auf manchen Wiesen können wir uns an dieser wunderschönen Pflanze erfreuen. Sie ist verwandt mit dem bekannten Gartensalbei, aber längst nicht so heilkräftig. Doch die Hummeln erfreuen sich an ihr mindestens genauso. Das besondere hier ist, dass man regelrecht beobachten kann, wie Bestäubung bei Blüten funktioniert. Der Stempel, der weibliche Teil der Pflanze, ragt im oberen Bereich aus der Blüte heraus. Setzt sich die Hummel auf den unteren Rand und holt sich den Nekar aus dem Inneren, wird ein Mechanismus in Gang gesetzt, der bewirkt, dass die Staubblätter (männlicher Teil der Blüte) hervorkommen und die Hummel auf dem Rücken bestäubt. Damit fliegt sie dann weiter zur nächsten Blüte...



Wilder Schnittlauch / Weinberglauch

Recht häufig wächst bei uns der wilde Schnittlauch. Er treibt bereits im späten Herbst seine ersten Blätter, kann im frühen Jahr gut geerntet werden. Im unteren Bild sehen Sie die Brutknöllchen, die er im Sommer hauptsächlich statt der vom Gartenschnittlauch bekannten Blüten produziert. Sie sitzen auf einem harten Stiel, von den Schnittlauchblättern ist zu diesem Zeitpunkt bereits nichts mehr zu sehen. Auch diese Brutknöllchen sind verwendbar. Insgesamt ist der Geschmack noch würziger als vom bekannten Garten-Schnittlauch bis in Richtung Knoblauch.



Gundermann

Gundermann wächst häufig unter Bäumen im Halbschatten. Anfangs wächst er noch senkrecht nach oben, bis die Triebe nach der Blüte zu schwer werden und er dann liegend auf dem Boden immer weiter rankt und dabei aus den Blattachsen auch neu bewurzelt. Erkennbar ist er an den nierenförmigen Blättern und dem vierkantigen Stiel, wobei immer zwei Blätter gegenüber sitzen.



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