Die Steinkauzbalz

(Text von Thomas Staab - LBV Untermain www.untermain.lbv.de)

Die Streuobstwiese wirkt äußerlich im Februar tot und leer. Dennoch regt sich Leben in den Obstbäumen. Der seltene Steinkauz beginnt bereits Ende Februar mit seiner Balz. Die kleine Eulen-Art kommt in Bayern lediglich im Maintal mit einer größeren Population von etwa 150 Brutpaaren vor.

Bei uns am Untermain fühlt sich dieser Kobold der Nacht in alten Streuobstgebieten wohl. Neben Baumhöhlen benötigt er kurzrasige Wiesen, wo er an seine Beute kommt. Im Winterhalbjahr sind dies überwiegend Mäuse. Im Frühjahr und Sommer geht er öfter zu  Fuß auf die Jagd und spezialisiert sich dabei auf Regenwürmer und Käfer, die er direkt vom Boden aufnimmt.

Zu Gesicht bekommt man den Steinkauz nur selten, da er dämmerungs- und nachtaktiv ist. Mit etwas Glück kann man an windstillen Abenden und in der Nacht seine Balzrufe hören. Vorausgesetzt man kennt ein Steinkauz-Revier und weiß, die Laute zuzuordnen.

Der LBV bemüht sich sehr um den Erhalt der Streuobstwiesen in der Region. In mehreren Gemeinden wurden künstliche Nisthilfen für den Steinkauz angebracht, um damit den Verlust an alten Obstbäumen mit ihren natürlichen Baum- bzw. Bruthöhlen zu überbrücken. Unser Eulenspezialist Thomas Stadtmüller beringt die Eulen und meldet die Daten der Vogelschutzwarte.

Rufe des Steinkauzes: Warnlaut unter:  Youtube

Weitere Infos unter: www.lbv.de

Bilder, Berichte und mehr: http://www.brodowski-fotografie.de/beobachtungen/steinkauz.html