Misteln

Während die Laubholz-Mistel (Viscum album) in früheren Zeiten eine verehrte und wertvolle Pflanze war, stellt sie heute eine Gefahr für Streuobstbestände dar. Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten insbesondere in Süd- und Mitteldeutschland stark ausgebreitet. Gründe für die starke Vermehrung und Ausbreitung liegen zum Beispiel in der mangelnden Pflege der Obstbäume, umweltbedingte Stressfaktoren, Klimaveränderungen und steigender Befallsdruck.

Entgegen der landläufigen Meinung steht die Mistel nicht unter Naturschutz und sollte im Obstbau entfernt werden. Vor allem der landschaftsprägend, extensiv genutzte Streuobstbau ist durch die Ausbreitung der Mistel gefährdet. Misteln zählen zu den Halbschmarotzern und entziehen mit ihren Saugwurzeln dem Baum Wasser und Nährsalze. Damit schwächen sie den Wirtsbaum (siehe Foto) und tragen dazu bei, dass dieser früher absterben kann. Wird die Mistel an Altbäumen nicht frühzeitig durch Schnittmaßnahmen reduziert, breitet sie sich schnell auch an jungen Bäumen aus, was es zu verhindern gilt.

Der Landschaftspflegeverband Aschaffenburg hat gemeinsam mit der Schlaraffenburger Streuobstagentur ein Mistelbekämpfungsprojekt durchgeführt, über das Sie sich hier informieren können: Mistelprojekt Landkreis Aschaffenburg

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