Schlaraffenburger Apfelernte 2019

Nachdem uns das Jahr 2018 mit 960 Tonnen Äpfel eine Rekordernte beschert hatte, fiel das Erntejahr 2019 mit 184 Tonnen erwartungsgemäß eher bescheiden aus. Die Bäume gingen durch den Vollertrag im Vorjahr und die anhaltende Trockenheit sehr geschwächt ins neue Jahr, das abermals mit einer massiven Trockenheit an der Vitalität der Bäume nagte.

Den Wechsel zwischen "guten" und "schlechten" Apfeljahren nennt man Alternanz. Wenn der Baum stark fruchtet, bildet er Pflanzenhormone, welche die Ausbildung von Blütenknospen für das folgende Jahr unterdrücken. Dann werden kaum oder gar keine Blüten für das Folgejahr angelegt. Dagegen wird in einem Jahr, in dem der Baum keine oder kaum Blüten hat, eine relativ große Menge an Blütenknospen für das Folgejahr angelegt. Auslöser hierfür können oft Spätfröste sein, die die Blütenansätze so stark dezimieren, dass darauf ein "Apfeljahr" folgt. In den letzten Jahren war die Trockenheit Auslöser für das Phänomen.

Schon den hohen Ertrag im Vorjahr begründen viele Experten mit einer „Notreife“ der Bäume, d.h. die Bäume mobilisieren aufgrund der schlechten Bedingungen ihre letzten Reserven, um durch massives Fruchten den Fortbestand der Art sicherzustellen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Bäume durch ausreichende winterliche Niederschläge wieder erholen und kräftigen können, um im nächsten Jahr nennenswerte Erträge zu liefern.

Die ohnehin schon schwachen Ernteprognosen für 2019 hat der Auguststurm, der im Raum Alzenau und dem oberen Kahlgrund wütete, noch weiter gedrückt. Er hat den gesamten Fruchtbehang samt Blättern von den Bäumen gefegt und meist auch noch die Bäume selbst durch Starkwind und Hagel massiv beschädigt oder gar entwurzelt.

Mit insgesamt 184 Tonnen lag der Ernteertrag 2019 somit bei nur 20 % des Vorjahres. Das war aber immerhin deutlich mehr als 2017 (96 Tonnen), als wir wegen der fehlenden Rohware gezwungen waren, einzelne Schlaraffenburger Produkte einzustellen. Diese drastischen Maßnahmen bleiben uns aufgrund von Reserven aus dem Vorjahr zum Glück erspart.

Vielen Dank an alle fleißigen Schlaraffenburger, die die anstrengende Erntearbeit geleistet haben!

Entwicklung der Erntemengen und der Anzahl der Apfelbäume im Schlaraffenburger Projekt



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