Branntweinmonopol fällt nach 100 Jahren

Nach 100 Jahren: Mit Branntmonopol verschwindet auch „Branntwein"

Kaiser Wilhelm fertigte am 26.7.1918 das erste Gesetz über das Branntweinmonopol aus - 100 Jahre später, am 31.12.2018, wird die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein (BfB) ihre Tore für immer schließen. Der Deutsche Bundestag hat im Januar 2017 einstimmig das Branntweinmonopolverwaltungs-Auflösungsgesetz (diese Möglichkeit der Aneinanderreihung von Substantiven in einem Wort in der deutschen Sprache ist schon beeindruckend!) beschlossen. Dies stand aufgrund von jahrelangem Druck der EU bereits 2010 so fest.

Bei dem o.g. „Artikelgesetz" (das bedeutet, dass im Gefolge der Änderung eines Gesetzes weitere Gesetze geändert werden), das als „BfBAG" abgekürzt wird, geht es nicht nur um die Auflösung der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein. In einer Reihe weiterer Gesetze und Rechtsverordnungen soll entweder der Verweis auf das Branntweinmonopolgesetz durch den Verweis auf das neue Alkohholsteuergesetz oder der historische Begriff Branntwein durch den Begriff Alkohol ersetzt werden.

Die BfB soll nach der endgültigen Abschaffung des Branntweinmonopols noch ein Jahr länger bis 31.12.2018 fortbestehen, damit diese noch Rest- und Abwicklungsaufgaben erledigen kann. Derzeit sind bei der BfB in Offenbach noch rund 20 Beschäftigte tätig.

Quelle: ALBRECHT, Werner (2017): Zahlreiche Anpassungen erforderlich — Rechtliche Folgeänderungen des BfBAG; Kleinbrennerei 3/2017: 8-11

 

Weitere Informationen:

SWR Aktuell: Viele Brenner werden aufhören müssen

Frankfurter Rundschau: Kein Schnaps zum Abschied

Sindelfinger Zeitung/BB heute.de: Die Streuobstwiesen sind in Gefahr



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